bwDataDiss – Entwicklung einer Infrastruktur zur Beschreibung, Speicherung und Verknüpfung von Forschungsdaten und elektronischen Dissertationen
- Ansprechperson:
- Förderung:
MWK Baden-Württemberg
- Projektbeteiligte:
KIT-Bibliothek, Steinbuch Center for Computing (KIT), Universitätsbibliothek Freiburg, Rechenzentrum der Universität Freiburg, Assoziierte Partner: Center of Digital Tradition (CODIGT)
- Starttermin:
2014
- Endtermin:
2017
Projektlaufzeit: 07.2014 - 09.2017
Im Zuge der digitalen Transformation der Wissenschaft wird an Forschende zunehmend der Wunsch herangetragen, die den Forschungsergebnissen zugrundeliegenden Forschungsdaten gemeinsam mit den Publikationen zu dokumentieren und zu archivieren. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen spricht sich in ihren „Grundsätzen zum Umgang mit Forschungsdaten“ unter anderem für deren langfristige Sicherung aus und bekennt sich zu den Grundsätzen des Open Access, da Forschungsdaten einen wichtigen Grundpfeiler wissenschaftlicher Erkenntnis darstellen und unabhängig von ihrem ursprünglichen Erhebungszweck vielfach Grundlage weiterer Forschung sein können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt diese Gedanken in ihren Empfehlungen zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis und fordert, die „Primärdaten als Grundlage für Veröffentlichungen sollen auf haltbaren und gesicherten Trägern in der Institution, wo sie entstanden sind, für zehn Jahre aufbewahrt werden.“
Vor dem Hintergrund der vorhandenen universitären Infrastrukturen und existierenden Workflows rund um die Ablieferung elektronischer Dissertationen setzt sich das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderte Projekt bwDataDiss das Ziel, diese bestehenden Infrastrukturen pragmatisch um die Möglichkeit zu ergänzen, die zu einer Dissertation gehörenden Forschungsdaten zu beschreiben, abzuliefern und persistent zu speichern. In Anlehnung an den Grundsatz der „Intelligent Openness“ der Royal Society of Chemistry soll zudem ein allgemeiner Konsens innerhalb der Universitäten hergestellt werden, dass grundsätzlich auch Forschungsdaten aufbewahrt werden sollen, die aufgrund von datenschutzrechtlichen oder vertraglichen Gründen zumindest vorübergehend nur den Promovenden und den Betreuern zugänglich sein dürfen.
Die Erweiterung der bestehenden Dienste zur Ablieferung elektronischer Dissertationen werden exemplarisch am KIT und an der Universität Freiburg erarbeitet und dann im dritten Projektjahr auf die anderen Universitäten in Baden-Württemberg übertragen.