KIT-Publikationsfonds

Gold Open Access-Publizieren finanziell unterstützen

Das KIT fördert Open Access-Publikationen seiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Übernahme von Publikationsgebühren ("Article Processing Charges", APCs) in genuinen Open Access-Zeitschriften (Gold Open Access). Alle durch den KIT-Publikationsfonds finanzierten Publikationen werden durch die KIT-Bibliothek zusätzlich im Repository KITopen veröffentlicht.

Die Kosten für APCs können häufig durch eingeworbene Drittmittel – etwa von der DFG, der EU oder anderen Förderprogrammen – gedeckt werden. Bitte prüfen Sie diese Option bereits im Vorfeld und beantragen Sie die entsprechenden Mittel im Projektantrag. Sollte eine solche Drittmittelfinanzierung nicht möglich sein, kann der KIT-Publikationsfonds die Finanzierung übernehmen.

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Was sind Publikationsgebühren?

Für die Veröffentlichung in genuinen Open Access-Zeitschriften werden in der Regel APCs erhoben. Diese Publikationsgebühren sind (im Unterschied zum konventionellen Subskriptionsmodell von Zeitschriften) von Autorinnen und Autoren bzw. deren Einrichtungen zu entrichten.

Um das Open Access-Publizieren zu unterstützen, finanziert das KIT bei Erfüllung der Fördervoraussetzungen die Publikationsgebühren über den KIT-Publikationsfonds. Zusätzlich hat die KIT-Bibliothek Rahmenverträge mit verschiedenen Verlagen abgeschlossen, um vergünstigte Konditionen für Publikationsgebühren an die Autoren und Autorinnen weitergeben zu können.

Im Directory of Open Access Journals (DOAJ) sind neben qualitätsgeprüften Gold Open Access-Zeitschriften auch Diamond Open Access-Journale gelistet. Zeitschriften des Diamond Open Access erheben weder von Autorinnen bzw. Autoren noch von den Leserinnen bzw. Lesern Gebühren. Sie werden über Mitgliedsbeiträge, Spenden o.ä. finanziert.

Einen Sonderfall stellen Publikationsgebühren bei Hybrid Open Access-Zeitschriften dar. Diese sind keine genuinen Open Access-Zeitschriften (Gold Open Access), sondern Subskriptionszeitschriften, die es der jeweiligen Autorin oder dem Autor erlauben, das eigene Paper nachträglich durch eine Gebühr frei zugänglich zu machen. Der KIT-Publikationsfonds deckt die Kosten für Hybrid Open Access Paper grundsätzlich nicht. Existiert jedoch ein Publish and Read-Rahmenvertrag zwischen der KIT Bibliothek und dem jeweiligen Verlag, übernimmt die Bibliothek die entsprechenden Publikationsgebühren. In diesem Fall wird die Finanzierung über den Publish and Read-Rahmenvertrag bzw. die Bibliothek direkt abgewickelt, nicht über den KIT-Publikationsfonds.

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Rahmenvereinbarungen mit Verlagen

Die KIT-Bibliothek hat Vereinbarungen mit verschiedenen Verlagen abgeschlossen, die KIT-Autorinnen und Autoren das Publizieren ohne zusätzliche Kosten im Open Access-Modell ermöglichen.

Rahmenvereinbarungen

Förderung beantragen

 

Reichen Sie Ihre Publikation bei der Gold Open Access-Zeitschrift Ihrer Wahl ein und stellen Sie einen Antrag auf Förderung über den KIT-Publikationsfonds. Eine hilfreiche Quelle, um förderfähige Zeitschriften zu finden, ist das Directory of Open Access Journals (DOAJ).

Nach Prüfung durch das Team Publikationsfonds erhalten Sie ggf. die Bestätigung der Kostenübernahme und weitere Informationen. Bei Fragen zum KIT-Publikationsfonds nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Team KIT-Publikationsfonds auf.

Fördervoraussetzungen

Sind folgende Kriterien erfüllt, werden die Publikationsgebühren aus dem KIT-Publikationsfonds übernommen:

  • Der Corresponding Author ist Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter des KIT und verfügt über die Mail-Domain @kit.edu.
  • Das Paper erscheint in einer Zeitschrift, deren Beiträge vollständig und unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzerinnen bzw. Nutzer entgeltfrei zugänglich sind ("genuine Open Access-Zeitschrift", Gold Open Access-Zeitschrift).
  • Das Paper darf unmittelbar mit Erscheinen (ohne Embargofrist) in der vom Verlag veröffentlichten Version frei zugänglich auf einem institutionellen Repositorium eingestellt werden.
  • Das Paper erscheint unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-Lizenz, im Idealfall CC BY). Der Verlag erhebt für die CC-Lizensierung keinen Zuschlag. Die KIT-Bibliothek empfiehlt in Übereinstimmung mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Lizenzen CC BY oder CC BY SA. Damit werden dem Verlag lediglich nicht-exklusive / nicht ausschließliche Nutzungsrechte übertragen und die Autorinnen und Autoren können bei dieser Lizenz alle Urheber-/Nutzungsrechte weiterhin frei und unbeschränkt ausüben – inklusive der Einräumung von nicht-exklusiven Nutzungsrechten an Dritte. Andere Lizenzarten können zu einer Übertragung der exklusiven/ausschließlichen Nutzungsrechte an den Verlag und zu entsprechenden Rechteverlusten der Autorinnen und Autoren führen.
  • Die Zeitschrift wendet die im jeweiligen Fach anerkannten Qualitätssicherungsverfahren (Peer Review) an. Eine Übersicht entsprechender Zeitschriften ist im DOAJ gelistet.

Nicht über den KIT-Publikationsfonds gefördert werden:

  • Paper, die parallel zur Veröffentlichung in einer subskriptionspflichtigen Zeitschrift gegen eine zusätzliche Gebühr frei zugänglich gemacht werden können, sogenannten Hybrid-Zeitschriften. Eine Finanzierung ist in solchen Fällen ggf. über Publish and Read-Verträge möglich. 
  • Paper, die einer Embargofrist unterliegen.
  • Publikationsgebühren, die aus Drittmittelprojekten beglichen werden können.
  • Zusatzkosten wie Seitengebühren (Page Charges), Color Charges, Cover Charges etc. werden nicht von der KIT-Bibliothek finanziert, sondern müssen von den Autorinnen und Autoren selbst getragen werden. Die Rechnungsbearbeitung übernimmt die KIT-Bibliothek auch für diese Zusatzkosten.
     

FAQ zum KIT-Publikationsfonds

Wie wird der KIT-Publikationsfonds finanziert?
Die Finanzierung des KIT-Publikationsfonds und die zentrale Abwicklung der Open Access-Gebühren erfolgen durch das Literaturbudget der KIT-Bibliothek.
Was sind APCs (Article Processing Charges)?
"Article Processing Charges" (APC) sind Gebühren, die für das Open Access-Publizieren eines Papers in genuinen Open Access-Journals (Gold Open Access) erhoben werden. Diese APCs werden von der Autorin bzw. dem Autor, von dessen Institut oder vom KIT-Publikationsfonds (unter Berücksichtigung der Förderkriterien) finanziert.
Wer oder was ist der "submitting" bzw. "corresponding author"?
Als “submitting” oder “corresponding author” wird die Person bezeichnet, die in der Regel während des Publikationsprozesses für das Paper verantwortlich ist. Sie fungiert während des Einreichungsprozesses als Ansprechpartnerin bzw. -partner für den Verlag sowie bei möglichen Rückfragen nach Veröffentlichung des Papers als Kontaktperson für die Leserschaft.

Bei Publikationen im Open Access sind Publikationsgebühren in der Regel an die Rolle des "submitting" bzw. "corresponding authors" gebunden bzw. werden von deren oder dessen Institution übernommen.
Was versteht man unter "Goldenem Weg" bzw. "Diamond Open Access"?
Beim "Goldenen Weg" (Gold Open Access) werden für die Veröffentlichung in einer Open Access-Zeitschrift APCs erhoben (s.o.), die von der Autorin bzw. dem Autor, deren oder dessen Institut oder vom KIT-Publikationsfonds finanziert werden.

Beim "Diamond Open Access" fallen hingegen keine unmittelbaren Kosten für Autorinnen und Autoren an. Die Finanzierung erfolgt innerhalb der Infrastrukturen der Wissenschafts-Community.
Mein Paper soll in einer lizenzpflichtigen Zeitschrift Open Access erscheinen (Hybrid Open Access). Ist eine Förderung über den KIT-Publikationsfonds möglich?
Nein. Das Freikaufen einzelner Papers in einer lizenzpflichtigen Zeitschrift ist von der Förderung durch den KIT-Publikationsfonds ausgenommen. Corresponding Authors des KIT haben durch Rahmenvereinbarungen zwischen der KIT-Bibliothek und einzelnen Verlagen die Möglichkeit, ihre Publikationen in den Hybridzeitschriften des jeweiligen Verlages ohne zusätzliche Kosten im Open Access-Modell zu veröffentlichen. Einzelheiten zu den verschiedenen Vereinbarungen finden Sie in unseren Informationen zu Rahmenvereinbarungen mit Verlagen.
Mein Paper erscheint in einer lizenzpflichtigen Zeitschrift - in sechs Monaten wird er Open Access verfügbar sein. Ist eine Förderung über den KIT-Publikationsfonds möglich?
Nein. Paper, die erst nach einer Embargo-Zeit Open Access zugänglich sind, werden nicht gefördert.
Ich möchte in einer genuinen Open Access-Zeitschrift veröffentlichen. Allerdings fallen für die Vergabe einer CC-Lizenz zusätzliche Kosten an. Werden die Kosten trotzdem vom KIT-Publikationsfonds übernommen?
Nein. Für die CC-Lizenzierung darf kein Zuschlag vom Verlag erhoben werden. Das KIT möchte diese Art der Lizenzpolitik nicht unterstützen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall gerne für ein Beratungsgespräch an das Team Publikationsfonds.
Das Paper entstand im Rahmen eines Drittmittelprojekts. Übernimmt der KIT-Publikationsfonds die Kosten?
Wenn Drittmittel speziell für Publikationsgebühren vorliegen, sollten diese zur Bezahlung verwendet werden. Eine anteilige Finanzierung ist möglich, wenn die Drittmittel für die Publikationsgebühren nicht ausreichen.
Anhand welcher Kriterien wird geprüft, ob ein Peer Review-Verfahren bei der Zeitschrift angewandt wird?
Das Peer Review-Verfahren einer Zeitschrift kann von der KIT-Bibliothek nicht geprüft werden. Die Listung der Zeitschrift im DOAJ gibt Anhaltspunkte darüber, ob und ggf. welches Peer Review-Verfahren angewandt wird.
Prüft die KIT-Bibliothek die inhaltliche Qualität des Papers?
Nein. Die Prüfung der inhaltlichen Qualität eines Papers obliegt dem Verlag bzw. der Zeitschrift. Das Vorhandensein eines Peer Review-Verfahrens ist allerdings Förderkriterium des KIT-Publikationsfonds.
Wie lautet die korrekte Rechnungsanschrift?
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
DE FIMA Buchhaltung
Kostenstelle 6310
Kaiserstr. 12
76131 Karlsruhe

Die Rechnung muss vom Rechnungsstellenden direkt an FIMA geschickt werden. Die Mailadresse lautet: rechnung∂fima.kit.edu.
Wie lautet die Steuernummer / VAT-Nummer des KIT?
DE266749428

Bitte geben Sie diese Nummer bei ausländischen Verlagen unbedingt an, da sonst die MwSt. des Verlagslandes berechnet wird.
Was ist ein PSP-Element / eine Kostenstelle?
Das PSP-Element bzw. die Kostenstelle ist eine Nummer, die den Finanz-"Topf" Ihres Instituts zuordnet. Für Drittmittelprojekte gibt es in der Regel ein eigenes PSP-Element / eine eigene Kostenstelle. Sollten Sie die Nummer nicht kennen, kann Ihnen Ihr Sekretariat weiterhelfen.
Welche Unterlagen müssen für die Finanzierung über den KIT-Publikationsfonds vorgelegt werden?
Vor der Kostenübernahme muss das Online-Formular zur "Beantragung der Förderung" durch die Autorin bzw. den Autor ausgefüllt werden. Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie von uns eine E-Mail mit der Zusage bzw. Ablehnung der Kostenübernahme.
Garantiert der KIT-Publikationsfonds vor Einreichung des Papers die Kostenübernahme?
Bitte beachten Sie, dass unsere Förderzusage nur unter dem Vorbehalt gilt, dass sich die Verlagskonditionen nicht ändern und bei Rechnungsstellung die Förderbedingungen noch erfüllt werden.
Gibt es eine Beschränkung der Anzahl der Papers, die eine Autorin bzw. ein Autor in einem Jahr einreichen darf?
Nein, eine derartige Beschränkung gibt es nicht.
Gibt es eine Obergrenze für die Übernahme der Publikationskosten?
Nein. Der KIT-Publikationsfonds übernimmt seit 01.01.2024 die gesamten Publikationsgebühren.
Die Rechnung wurde bereits durch das Institut bezahlt. Ist eine nachträgliche Kostenübernahme durch den KIT-Publikationsfonds trotzdem möglich?
Wenn die formalen Förderkriterien erfüllt sind, können die Kosten auch nachträglich vom KIT-Publikationsfonds übernommen werden. Bitte wenden Sie sich wegen der Abwicklung direkt an das Team Publikationsfonds.
Wo finde ich weitere Informationen zu Open Access?
Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zu Open Access.

KIT-Publikationsfonds

Beratung zur Finanzierung von Papers

Telefonisch unter +49 721 608-46079
oder per E-Mail an: openaccess∂bibliothek kit edu

Team: Alena Dauth, Silke Gerber, Selina Kasel

Rechtliches
Orientierung

Am KIT unterstützen Policies und Rahmenbedingungen KIT-Angehörige beim wissenschaftlichen Publizieren.

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