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Open Access am KIT

Informationen zur Grundsatzposition des KIT zu Open Access und der Umsetzung am KIT

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Was ist Open Access?

Open Access steht für unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Dies entspringt der Vorstellung, dass Ergebnisse aus mit öffentlichen Mitteln geförderter Forschung weltweit ohne Beschränkungen verfügbar sein sollten. Ausgehend von ersten Preprintservern Ende der 90er Jahre an amerikanischen Hochschulen hat sich das Open-Access-Publizieren mittlerweile neben dem konventionellen Publizieren (Closed Access) etabliert.

Die Vorteile von Open-Access-Publizieren gegenüber konventionellem Publizieren mit Zugangsbeschränkungen:

  • Kürzere Dauer des Publikationsprozesses
  • Größere Sichtbarkeit (bei Publizieren in Repository oder Open-Access-Verlag)
  • Größere Zitierhäufigkeit

Als Wissenschaftlerin bzw. Wissenschaftler des KIT werden Sie mit ihren Leistungen durch eine Open-Access-Publikation deutlicher wahrgenommen.

Es werden grundsätzlich zwei Wege des Open-Access-Publizierens unterschieden:

  • Goldener Weg
    Der goldene Weg bezeichnet Erstveröffentlichungen (Bücher, Zeitschriftenaufsätze, Proceedingsbeiträge etc.) in einem Open-Access-Verlag bzw. in einer Open-Access-Zeitschrift. Es existiert ein Qualitätssicherungsprozess (z. B. Peer-Review-Verfahren).
  • Grüner Weg
    Der grüne Weg bezeichnet die Zweitveröffentlichung von Publikationen in einem institutionellen oder fachspezifischen Repository oder auch die Selbstarchivierung auf der Autorenwebseite.

Ausführliche Informationen auf der Informationsplattform Open Access

 

Grundsatzposition des KIT zu Open Access

Das KIT hat das Ziel, die Publikationen der eigenen Forschungseinrichtung vollständig nachzuweisen und sie nach den Grundsätzen von Open Access über das Internet zugänglich zu machen.

In einer Grundsatzposition vom März 2010 ermutigt das Präsidium alle Forschenden des KIT, ihre Ergebnisse entsprechend zugänglich zu machen:

"Publikationen aus dem Karlsruher Institut für Technologie sollen künftig frei zugänglich sein, soweit nicht ausdrückliche Vereinbarungen mit Verlagen und anderen dem entgegenstehen. Das KIT ermutigt seine Forschenden, ihre Ergebnisse in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen."

 

Basierend auf der Grundsatzposition zu Open Access und zur Stärkung dieser hat das KIT folgende Erklärungen unterzeichnet:

 

Open-Access-Richtlinien der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft setzt sich über verschiedene Aktivitäten aktiv für Open Access und Open Science ein:

  • Seit 2013 sollen Publikationen, die über den Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert sind, grundsätzlich frei zugänglich gemacht werden.
  • Diese Aufforderung wurde 2016 zu einer allgemeinen Open-Access-Richtlinie für alle Publikationstätigkeiten für die Helmholtz-Gemeinschaft konkretisiert, um den Transformationsprozess hin zu Open Access konkret zu gestalten.
  • Die Richtlinie sieht u. a. vor, dass Aufsätze und Artikel (Verlagsversion oder Postprint/akzeptiertes Manuskript) spätestens nach sechs Monaten (Naturwissenschaften) bzw. zwölf Monaten (Geistes- und Sozialwissenschaften) kostenfrei zugänglich gemacht werden sollen. Für Buchveröffentlichungen gelten die doppelten Fristen. Darüber hinaus sollen die den Publikationen zugrunde liegenden Forschungsdaten zugänglich und nachnutzbar gemacht werden.

 

Umsetzung der Grundsatzposition und der Open-Access-Richtlinien am KIT

Um die Grundsatzposition zu Open Access am KIT sowie die Helmholtz Open-Access-Richtlinien umzusetzen, bietet die KIT-Bibliothek für Sie als KIT-Wissenschaftlerin bzw. -Wissenschaftler verschiedene Open-Access-Publikationsmöglichkeiten:

  • Das Repository KITopen ist das zentrale Repository des KIT. Es enthält sowohl Erstveröffentlichungen (z. B. Dissertationen, Schriftenreihen eines Instituts) als auch Zweitveröffentlichungen sowie Forschungsdaten (KITopenData in Kooperation mit dem SCC).
  • Der Verlag KIT Scientific Publishing ist der Open-Access-Verlag des KIT und bietet Ihnen die Möglichkeit, im Sinne des goldenen Wegs zu publizieren (z. B. Bücher, Zeitschriften, Schriftenreihen).
  • Wenn Sie in einer Open-Access-Zeitschrift publizieren möchten, unterstützt Sie der KIT-Publikationsfonds durch die Übernahme der Publikationsgebühren für Autor/innen.

Ausführliche Informationen zu den Publikationsmöglichkeiten am KIT

 

FAQs zu Open-Access-Services am KIT

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Ist Open Access am KIT verpflichtend?
Nein, aber das KIT fordert seine Wissenschaftler/innen sowohl in einer "Open-Access-Grundsatzposition" als auch über die "Open-Access-Richtlinie" der Helmholtz-Gemeinschaft dazu auf, die eigenen Publikationen Open Access zu veröffentlichen. Zudem ist Open Access ein Indikator für die Berichterstattung der Helmholtz-Gemeinschaft.
Gibt es am KIT eine finanzielle Unterstützung für Open Access?
Ja. Für qualitätsgeprüfte Zeitschriftenaufsätze können Sie die Finanzierung über den KIT-Publikationsfonds beantragen. Bücher und Tagungsbände können Sie über den von der KIT-Bibliothek subventionierten Open-Access-Verlag KIT Scientific Publishing verlegen.
Was muss ich als Autor/in bei meinen Verlagsveröffentlichungen beachten, um Open Access zu befördern?
Falls Sie nicht ohnehin bereits in einer originären Open-Access-Zeitschrift publizieren oder eine entsprechende Open-Access-Option gewählt haben, können Sie über das zentrale Repository KITopen zweitveröffentlichen. Im Idealfall sichern Sie sich dafür im Autorenvertrag die Rechte. Das kann über mehrere Wege erfolgen:
Welche Variante des Addendums von SPARC soll ich für eine Open-Access-Zeitveröffentlichung wählen?
Wir empfehlen die Varianten "immediate access" (Verlagsausgabe ohne Embargo) bzw. "delayed access" (das Postprint kann sofort, die Verlagsausgabe mit sechs Monaten Verzug veröffentlicht werden). Nicht zu empfehlen ist access-reuse.
Muss der Verlag ein Open-Access-Addendum gegenzeichnen, damit es Gültigkeit erreicht?
Das wird unter Juristen kontrovers diskutiert. Nach einschlägiger Meinung muss der Verlag nicht gegenzeichnen, wenn der Autor einen Hinweis auf das Addendum gibt (z. B. bei der Unterschrift im Verlagsvertrag "Zustimmung nach weiteren Bedingungen" bzw. "Subject to Attached Addendum") und der Publikationsprozess daraufhin nicht unterbrochen wird. Ein Beispiel finden Sie hier.
Mein Verlag fordert mich auf, einen "Waiver" bzw. Opt-Out-Option vorzulegen. Was ist zu tun?
Manche Verlage verlangen die Vorlage einer Ausnahmeregelung von institutionellen Open-Access-Policys ("Waiver" bzw. "Opt-out"). Da Open Access am KIT momentan nicht verpflichtend ist, ist das für Sie nicht erforderlich.